Die Idee des Meta-Art-Concept wurde von Petter E. entworfen:
Es reicht eine Idee zu haben, wenn die Idee gut oder verrückt genug ist,
realisiert sie sich von selbst;
diese Idee ist selbst Concept-Art, also Meta-Concept-Art...
andererseits: Concept-Kunstwerke sind meist interessanter im Konzept
als for real wie man weiß...
(z.B. das schwarze Quadrat von Malewitsch in der
"suprematistischen Theorie"... überflüssig, dass man es sieht, es reicht, dass
man es denkt, oder selber malt...)
das Meta-Concept-Art-Projekt weitergedacht funktioniert nach der Regel:
1. Alles, jeder Spaß oder Nonsens wird zur Kunst erhoben
2. Concept-Art braucht nicht realisiert zu werden, die Idee zählt allein
3. Jeder Witz, Wahnwitz, Absurdität oder Blödsinn, der konkret und machbar
ist, wird irgendwann gemacht und als Kunstwerk bezeichnet.
4. Also muss jede unsinnige Idee aufgegriffen werden, die Erwähnung macht sie
zu einem Bestandteil der Meta-Concept-Art.
5. je witziger, unsinniger oder schockierender sie ist, umso mehr ist sie
schon ein Bestandteil des Meta-Concept-Art-Project...
6. Die Meta-Concept-Art braucht gar nicht erwähnt zu werden,
sie verwirklicht sich durch Selbst-Prophezeiung
7. alle Kommentare sind natürlich Teilnahme am Meta-Concept-Project...
"Sans aucun souci du lendemain, dans un bureau clair et moderne, je passe mes jours. [...]
Cependant le soir, libre de mon temps, je prends conscience d´étre un homme pensant: Je lis et je réfléchis, réservant une demi-heure á cet effet avant de dormir."
("Ohne mich um das Morgen zu kümmern, verbringe ich meine Tage in einem hellen, modernen Büro. [...]
Abends jedoch, in der Freizeit, wird mir klar, dass ich ein denkendes Wesen bin: ich lese und überlege, spare mir für diesen Zweck eine halbe Stunde vor dem Einschlafen auf.")
Ponge, Francis, Einführung in den Kieselstein und andere Texte (Introduction au galet); Auswahl. Fischer Verlag, Frankfurt/M, 1986.
Er meinte, dass die Arbeiter und Anarchisten zwar von jeder Pflicht frei sein wollten, vor allem von der Pflicht, die Düfte und andere "Dekadenzien" des Adels zu besorgen, obwohl sie auf sich allein gestellt nicht einmal imstande sind, irgendeine Parfümerie auf die Beine zu stellen...
Vielleicht noch zu erwähnen, Baudelaires Meinung zu erotischen Stichen, u.z. sah er sie als berechtigten Genuss und wünschte, dass diese Wohltat allen geistvollen Menschen zugänglich gemacht würde: "Denn dem Künstler ist nichts obszön.".
Magritte etait un peu coco anar.
Dans sa periode "Vache", il s'est amuser à se foutre de la geule des parisiens lors de sa premiere
expo a Panam avec le titre programmatique "les pieds dans le plat"; les
parisiens
sont tombé dans le panneau...
(Magritte war ein bißchen kommunist und anarchist;
seine erste Austellung in Paris 1948 erhielt den Titel "ins Fettnäpfchen treten",
und die Pariser Kunstszene ist drauf reingefallen...)
Die unverantwortliche Person, 18 Jahre und im Geheimen Kämpferin - ihr Umfeld versinkt in Chaos, ja wenn nicht die Frauen zu ihrem Recht und die Eltern zu ihrem Respekt kommen...
"Gesetzesfrei": ist das ein rein chinesischer Ausdruck?
Daß ´Star Wars´ (Krieg der Sterne) sehr von ´Dune´ (Wüstenplanet) inspiriert ist, kann nach Erscheinen der neuen Teile wohl niemand mehr bezweifeln.
Aber je näher das Erscheinungsdatum des dritten ´Herr der Ringe´-Teils rückt, um so mehr macht sich der Philosoph Gedanken, ob solch ein gewaltiges Epos dem Zugriff eines Georg Lucas entgangen sein kann. Und tatsächlich:
´Willow´, die Geschichte eines Mannes aus einem kleinen Volk (welches von Liliputanern gespielt wird - typischer Lucas ´Mut´) ist doch genau das. Der Held Willow (bei Tolkien: Frodo) bricht nach dem Finden eines Fidelkindes in die Welt der grossen Menschen auf, findet Schwertkämpfer (Pendant Aragorns), wird beschützt von guter Zauberin (=Gandalf), muss das Kind dem Zugriff der bösen Zauberin (=Saruman) entziehen. Es gibt Orcs, Trolle und Reiterheere. Charakteristisch für Lucas´ Kopierstil ist der Geschlechterwechsel, beispielsweise der Zauberer, wie auch in Star Wars praktiziert (Jedi Ritter = Bene Gesserit), die Vereinfachung der Story und das stärkere Hervorheben der märchenhaft - kindlichen Elemente. Übrigens ist Willow ein sehr sehenswerter Film.

Der Reichtum der Gegenwart ist genährt durch Schöpfen in, Gleichgültigkeit gegenüber oder Ablehnung der Vergangenheit.
Hierzu ein Cadillac für die Formel-Eins-80er-Party von Trashcave.eV
Mexico, Land der Sorgen. Mittlerweile gibt es ein richtiges Mexico - Konvolut, nicht zuletzt ´Traffic´ und ´Frida´, das auf das mexicanische magische Licht nicht verzichtet.
Der dritte Teil der ´El Mariachi´ - Saga von Rodriguez bietet dem ´Desperado´ - Kenner gewohnte Actionkost, bis auf einen Punkt: der Patriotismus - Der Showdown des Films zeigt das unglaubliche Bild einer widerständigen, potenten, anonymen Bevölkerung, die für ihren Präsidenten einsteht. Bravo!
Weitere Bonmots:
Ein mexicanischer FBI - Agent im Ruhestand, den man aus einem anderen Mexicofilm kennt. Nur welcher Film ist das?
Johnny Depp, als CIA - Agent, trägt zum Showdown dasselbe Kostüm wie der Trinker - Welsternheld (Lee Marvin) aus der Westernkomödie ´Cat Ballou´,1965 (Das Hanf - Symbol am Gürtel ausgenommen).
Der Meister lässt sich Zeit mit seiner imperativischen Publikumsbeschimpfung, und zurück bleibt ein leeres, aber erhabenes Gefühl.
Der Film erinnert an die Schwertkampfspektakel aus Wong Kar-Weis "Ashes of Time" (aber auch an Tiger & Dragon) und den einfachen Racheplot aus Rodriguez´ "Desperado" (aktueller Teil jetzt im Kino).
Tarantino zeigt erneut, wie man durch eine gewaltige Bildsprache mit unseren Gefühlen spielen kann, ohne moralische oder rührselige Untertöne anzuschlagen. Die Paraden der in Leder und Seide gewickelten Protagonisten lassen Gefühlssaiten schwingen, die von den Affektbildern des Schmerzes unberührt bleiben.
Dennoch wird - wie immer - Raum für etwaige Kritik gelassen. Im absurden Spetakel passieren die Tabubrüche nebenbei: Die minderjährigen Tatzeuginnen, die 17jährige Leibwächterin in Schuluniform, der Missbrauch der Komatösen und die Besessenheit der Männer reihen sich nahtlos in die allzumenschlichen Übergriffe der Tarantinofilme ein. Ein Frauenfilm, kein Werbespot.
Nicht einmal ein neuer Soundtrack wird uns auf der leuchtenden Bühne der Bonbon - Ästhetik mit Blick für unvermutete Details zugemutet, welche, wie es sich für einen Kampffilm gehört, im Vordergrund steht. Vom tarantinschen Theater zum Tanz, der uns vom Realitätsanspruch der ernsthaften Actionfilme befreit und die stärkste Hommage an die trotzdem schon vergangene Ära der grossen asiatischen Kampfkunstfilme darstellt.
Keine Kopie des Lebens aber eine Landkarte der Strategien und Disziplinen, von der sogar der selbstverständliche Motor der Tarantinofilme - das Geld - verschwunden ist.
Durch (un)zählige Vernissagen und Parties navigierend findet der Philosoph zum Samstag Nacht Programm:
20:15 Spartacus / Star Trek VI
ad 1 Spartacus: So wie die Geschichte ihre barbarischen Zeiten hatte (alles vor, nach und während des Ersten Weltkriegs bis in die 80er), so auch das Kino (alles vor und nach Quentin Tarantino, ausgenommen der Franzosen?).
Der göttliche Kubrick führt uns durch ein Sklavendrama, das, in einer der geschichtsträchtigten Zeiten des römischen Reiches (Kikero wird bald darauf während der Flucht erschlagen) spielend, vom Geschichtsunterricht totgeschwiegen wird. Wie auch in dem hervorragenden "Eine Frage der Ehre" geniessen wir die geschönte Schwarz-Weiss Malerei des grossen populistischen Avantgardisten. Angekündigt als Remake von 1990 (Time for Guru?), das uns nicht einmal die damals zensierten schwulen Szenen erspart, entpuppt es sich als laues Gespräch über Muscheln und/oder Schnecken mit Tony Curtis.
ad 2 Star Trek VI (womit wir endlich zum Titel dieses Vortrags kommen):
Dem Zitat "Menschen suchen wir, niemanden sonst." ist das Gespräch zwischen James T. Kirk und dem nicht mehr so logischen Spock im Mittelteil des Films hinzuzufügen (1991):
Kirk: Aber wir Menschen-
Spock: Ich bin kein Mensch, wie Sie wissen.
Kirk: Spock, Soll ich ihnen was sagen: Wir alle sind Menschen.
Spock: Ich finde das ist eine Beleidigung...
Und gegen Ende:
Spock: Wenn ich ein Mensch wäre, würde meine Antwort mit grosser Wahrscheinlichkeit lauten: Fahr zur Hölle!
Natürlich alles Spass unter Trekkies was da unter den Oldies gesagt wird.
22:15 Shaft
Bis gegen Ende des Films darf man sich ärgern, dass ständig die Nigger ins Gras beissen, während der weisse Bubi allen Widrigkeiten zum Trotz seiner Verhandlung entgegenharrt, bis in der vorletzten Szene derselbe von einer sympatischen älteren Lady abgeknallt wird. Gibt es nicht auch Shaft II?
Schon wieder wurde das Universum, das manche die Bibliothek nennen, gerettet!
Es lebe Borges!
Der Reichtum der Gegenwart ist genährt durch Schöpfen in, Gleichgültigkeit gegenüber oder Ablehnung der Vergangenheit.
Hierzu ein Cadillac für die Formel-Eins-80er-Party von Trashcave.eV ...

Die Ostsee bei Usedom. Wenig salzig...
Und in Peenemünde keine Spuren von radioaktiver Verseuchung auffindbar.
"Alles in der Kunst ist Theorie entwickelt und angewandt im Kontakt mit der Natur"
P. Cézanne
"In der Tragödie wird nichts auf- und vorgeführt, sondern der Kampf der neuen Götter gegen die alten wird gekämpft. Indem das Sprachwerk im Sagen des Volkes aufsteht, redet es nicht über diesen Kampf, sondern verwandelt das Sagen des Volkes dahin, dass jetzt jedes wesentliche Wort diesen Kampf führt und zur Entscheidung stellt, was heilig ist und was unheilig, was gross und was klein, was wacker und feig, was edel und flüchtig, was Herr und was Knecht (vgl. Heraklit, Fragm.53)." So Heidegger in "Der Ursprung des Kunstwerks".
Hier wird etwas wesentliches über das Kunstwerk ausgesagt (Vergessen wir für einen Augenblick die holprigen, veralteten Begriffe). Es ist kein Abbild, sagt er. Wenn man den Gedanken weiterspinnt, sind Kunstwerke keine Spiegeln der Gesellschaft. Sie sind nicht dazu da damit wir uns besser verstehen. Sie zeigen auch nicht etwas Verborgenes, das im normalen Leben nicht sichtbar werden kann. Gleichfalls dienen sie nicht der Aufklärung, der Erziehung oder der Ergötzung. Oder nicht nur, denn dass sind alles Funktionen, die wir von Kunst erwarten und mit deren Hilfe wir sie verteidigen. Z.B. gibt es diesen schönen Spruch über die wahren Künstler welche diejenigen sind, die in die Schutzschirme der Menschen Löcher reissen, damit etwas Unendlichkeit, etwas Unerhörtes eindringen kann, und Nachahmer sind jene, die den Schirm wieder mit einem Abklatsch, einer Imitation dieser Sensation flicken. Das wäre einen Beispiel etwas Verborgenes durch die Kunst sichtbar zu machen.
Doch wie können wir die Aussage von Heidegger verstehen: Das Kunstwerk, das Schauspiel verhandelt im Akt der Ausstellung, Aufführung etc. (des Schaffens?) direkt über unsere Moral, unsere Auffassungen, unserer Möglichkeiten. Ein Film beispielsweise würde also fragen (zur Entscheidung stellen) wie wir Leben können, welche Möglichkeiten wir uns zumuten wollen und welche Werte gelten sollen. Er formt nicht unser Leben als Vorbild, noch zeigt er uns, als Abbild, wie wir leben, sondern Schaffende und Konsumenten führen mit seiner Hilfe zusammen Prozess über sich selbst.
Eine interessante und vitale Sichtweise auf die Kunst ist das, doch wie der Philosoph Deleuze sagt, wartet die Kunst nicht darauf, von der Philosophie erklärt zu werden :) .