Schon im 18.Jh. hatte "Lamarck die Auffassung vertreten, Mütter würden Merkmale, die sie während ihres Lebens erworben hatten, an ihre Nachkommen weitergeben. [...]
Mit dem Siegeszug Darwinischen und vor allem genetischen Denkens wurden Lamarcks Ideen als kuriose Unmöglichkeit abgetan. Erst jetzt erkennen Biologen, dass es sehr wohl wichtige Bereiche gibt, in denen nichtgenetische, erworbene Merkmale - etwa der Immunschutz, geistige Schablonen für das Erkennen von Verwandten, soziale Netzwerke - von Generation zu Generation, als ´mütterliche Effekte´ weitergereicht werden."
(z.B. Flo, die von Jane Goodall beobachtete Affenmutter, die ihren Status an ihre Tochter Fifi weiterreichte... Bienen wachsen zu Arbeiterinnnen oder Königinnen heran, je nachdem, womit sie gefüttert werden -> Wechselnder Phänotyp bei identischem Genotyp)
Hrdy Sarah Blaffer, Mutter Natur. Die weibliche Seite der Evolution, 1999
(Texanerin)