"In Frage zu stellen wäre das erhebliche Volumen des weltweiten Personen- und Warenverkehrs mit den dadurch verursachten negativen Folgen (Stichwort "Relokalisierung" der Wirtschaft). In Frage zu stellen wäre die reisserische Reklame mit ihren vielfach verheerenden Konsequenzen. In Frage zu stellen wäre schliesslich auch die Unmenge von Wegwerfprodukten und Gadgets.
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Eine Vorbedingung hierfür wäre eine drastische Verringerung der Erwerbsarbeitszeit, um allen eine befriedigende Beschäftigung zu sichern. Jacques Ellul legte die Obergrenze bereits 1981 auf zwei Stunden täglich fest.
In Anlehnung an die Charta "Konsumgewohnheiten und Lebensweisheiten", die auf dem Forum der NGOs in Rio vorgestellt wurde lässt sich die Programmatik auf sechs Begriffe bringen: Neubewerten, Umstrukturieren, Umverteilen, Reduzieren, Wiederverwenden, Recyclen.
von Serge Latouche, Le Monde diplomatique
Vollständiger Artikel: Le Monde diplomatique.de taz
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Markt und Profit mögen als Indikatoren für knappe Güter weiterhin ihre Berechtigung haben, doch als Grundlage des Systems haben sie abzudanken. Man mag sich fortschrittliche Etappenziele ausdenken, doch ob sie von den betroffenen "Privilegierten" einfach hingenommen würden, lässt sich ebenso schwer beantworten wie die Frage, ob sie bei den derzeitigen Opfern des Systems Zustimmung fänden, die geistig wie physisch "an der Nadel" ebendieses Systems hängen. Es sieht jedenfalls ganz danach aus, als hätte die Hitzewelle, die Südwesteuropa im Sommer dieses Jahres heimsuchte, mehr als all unsere Argumente dazu beigetragen, die Notwendigkeit einer Gesellschaft der Wachstumsrücknahme ins allgemeine Bewusstsein zu rücken."
Es leben die Grünen! Mögen sie in Deutschland ewig regieren! :)
Posted by zitator at 19.11.03 13:04 | TrackBackMarkt und Profit sind m.E. keine Indikatoren für knappe Güter (die meisten Güter sind knapp!), sondern vielmehr ist 'der Markt' das Verteilungssystem und der Profit der 'Anreiz' für den einzelnen zu handeln. Sowohl in der Marktwirtschaft als auch in der Planwirtschaft werden Etappenziele festgelegt, die negativen Effekte einer "reinen Marktwirtschaft" müssen jedoch von einer Instanz (dem "Staat", der "Regierung"...) durch geeignete Massnahmen (Umverteilung, Besteuerung negativer externer Effekte etc.)wettgemacht werden.
"Den Markt" als solches zu verurteilen geht m.E. nicht weit genug...das Gleiche trifft auf die pauschale Lösung "Wachstumsrücknahme" zu.
mfG, der besserwisser
Posted by: besserwisser at 20.11.03 12:36Die meisten Güter sind nicht knapp, Idiot!
Posted by: nobody at 20.11.03 23:18