Lyotard kolportiert: "die wirkliche Erleuchtung (das Eigentliche bei Heidegger? (Anm: "Der Taoist aus Todtnauberg", "Der Bauer aus dem Schwarzwald")) besteht nicht darin, zu glauben, dass es einen Weg gibt, der zur Emanzipation führt. Die Erleuchtung besteht in dem unerträglichen Gefühl (die Angst bei Heidegger?), dass es keinen Weg gibt, dem man folgen kann. [...]
Wichtig ist nicht, dass die Holzwege nirgendwo hinführen. "Nirgendwo" bleibt bei Heidegger im Wald des Seienden trotzdem die Lichtung des Seins."
Lyotard, s.u.
Nach dem Wissenstand des Philosophen greifen diese Erklärungen zu kurz: tatsächlich kündigt sich die Erleuchtung über mehrere "Stufen" hinweg als eine unbekannte Erfahrung an, die mit einen normalen Gefühl oder Glauben weniger zu tun hat als mit einer neuen Weise des Denkens und Fühlens, welche bis zum "Donnerschlag, mit dem die Welt verschwindet" reichen kann, bei der der Adept im Vertrauen darauf, dass alles vorübergeht, gelassen im stabilen Lotussitz durch die Leere purzelnd wartet, bis alles wieder vorbei ist. Dennoch ist die Erleuchtung trotz aller bekannten Phänomene die sie begleiten eine individuelle Erfahrung, die Wachträume, ein Brennen im Bauch (Hara - vgl. Harakiri), etc. implizieren kann, jedoch nicht muss.
Letztlich sind allein Einsicht und ein makelloses Leben Indizien eines erleuchteten Lebens.
Heidegger, besessen von den begrenzten Errungenschaften seiner Philosophie und unfähig, sich in andere einzufühlen, kann in dieser Hinsicht nur als machtbesessener "Zauberer der dunklen Seite" vorgestellt werden, der wie es seinem Stand eignet, durchaus gewisse Kunststückchen des Lebens meisterte.