Mit der üblichen Zivilisationskost nimmt der Durchschnittsbürger täglich zwischen 15 und 30 Gramm Kochsalz zu sich, das sind 5 bis 6mal soviel, wie der Organismus benötigt.
Fast 40% der täglich verzehrten Kochsalzmenge stammt aus Brot und Backwaren, 30% aus Fleisch und Fleischwaren, 7% aus Käse und Quark, 5% aus Gemüseprodukten, 4% aus Fisch und Fischwaren und 8% aus Getränken und sonstigen Gerichten.
Vor allem bei Wurst und Fleischerzeugnissen ist Vorsicht geboten, denn hier wird Salz zum Zweck der Konservierung in grossen Mengen eingesetzt. Die oft als gesund geltende Sojasoße ist ausserordentlich salzhaltig und somit gesundheitlich nicht unbedenklich. Ein Esslöffel (20ml) enthält etwa 3g Kochsalz.
Der überhöhte Salzkonsum fördert eine Reihe lebensverkürzender Gesundheitsstörungen, vor allem Bluthochdruck, wovon 10 bis 20% der Bevölkerung betroffen sind, mit ihren Folgeerscheinungen, wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenversagen.
(Quelle: s.u.)
Allein der Kochsalzüberschuss in den Industrienahrungsmitteln soll vielleicht gar nicht so schlimm sein, wenn nicht die industrielle Bearbeitung darüber hinaus noch zu einem KALIUMverlust in unseren Lebensmitteln führe (z.B. ca. 80% bei der Herstellung von Mehl der gebräuchlichsten Type 405). Wir nehmen also nicht nur zu viel Natrium auf, sondern gleichzeitig zu wenig Kalium, das der Stoffwechsel mindestens in gleicher Menge wie das Natrium benötigt. Die industrielle Bearbeitung der Lebensmittel führt dazu, dass in unserer Nahrung Natrium und Kalium heute in einem Verhältnis von 3:1 vorliegen, d.h., auf drei Teile Natrium kommt ein Teil Kalium. Die Nahrung unser steinzeitlichen Ahnen hingegen, von denen wir unsere Stoffwechselmechanismen geerbt haben, weist ein Kalium-Natrium-Verhältnis von 1:16 auf!!!
Dem Kalium kommt im Stoffwechsel eine Schlüsselrolle bei der Blutdruckregulation zu. Werden gesunde Personen künstlich kaliumarm ernährt, steigt bei ihnen der Blutdruck an. Wenn man ihnen zusätzlich noch Kochsalzinfusionen zufügt, steigt der Blutdruck noch weiter an. Das stark verschobene Kalium-Natrium-Verhältnis in der Nahrung der Industrieländer dürfte demnach eine wichtige Ursache für die Wohlstandskrankheit Bluthochdruck sein.
Ausweg aus dem Dilemma: Vermeidet vorgefertigte Lebensmittel! Bei vielen Menschen, die an hohem Blutdruck leiden (z.B. bei Zuckerkranken, familiär mit hohem Blutdruck belasteten oder älteren Menschen), normalisiert sich der Blutdruck durch eine kochsalzarme und gleichzeitig kaliumreiche Kost.
Wahre Kaliumquellen sind dabei Sojabohnen, getrocknete Aprikosen, Weizenkeime, Weizen, Kartoffeln, Spinat, Bananen, Hülsenfrüchte und Naturreis.
Ups, Quellenangabe vergessen!!!
Diese schlauen Sätze stammen nicht von mir, sondern aus:
Dr.rer.nat. Furtmayr-Schuh, A. (1993). Postmoderne Ernährung. Food-Design statt Esskultur. Die moderne Nahrungsmittelproduktion und ihre verhängnisvollen Folgen. Stuttgart: Georg Thieme Verlag.
Dr.med. Strunz, U. (2003). forever young. München: dtv.